Eine grüne Hängepflanze macht jeden Raum freundlicher und lebendiger. Wer einen dunklen Raum oder eine Nordwand begrünen will, braucht aber Pflanzen, die mit wenig Licht klarkommen. Wir stellen die besten Hängepflanzen für schattige Standorte vor und zeigen, wie du sie pflegst, damit sie auch ohne direkte Sonne lange schön bleiben.
- Efeutute, Bogenhanf und Grünlilie kommen mit wenig Licht klar
- Wichtig ist trotzdem etwas Tageslicht – komplett dunkle Räume sind ungeeignet
- Im Winter weniger gießen als im Sommer
- Regelmäßig drehen, damit die Pflanze gleichmäßig wächst
- Bei zu wenig Licht werden Stiele lang und Blätter klein
Die besten Hängepflanzen für wenig Licht
Efeutute (Epipremnum aureum)
Die wohl pflegeleichteste Hängepflanze überhaupt. Variegierte herzförmige Blätter in Grün-Gelb oder Grün-Weiß. Wuchs bis 3 Meter lange Triebe.
Pflege: Mäßig gießen, alle 1 bis 2 Wochen. Verträgt auch trockene Phasen. Düngung im Sommer einmal monatlich.
Efeu (Hedera helix)
Klassiker für drinnen und draußen. Variegierte oder einfarbige Blätter, sehr robust und schattentolerant.
Pflege: Gleichmäßig feucht halten, im Winter trockener. Nicht zu warme Standorte.
Grünlilie (Chlorophytum)
Streifige Blätter, oft in Grün-Weiß. Bildet kleine Ausläufer mit Babypflanzen aus, die einfach abgetrennt und neu gepflanzt werden können.
Pflege: Sehr robust, verträgt unterschiedliche Bedingungen. Im Sommer regelmäßig gießen, Winter trockener.
Bogenhanf (Sansevieria)
Aufrechte, schwertförmige Blätter. Wirkt eher modern als hängend, kann aber auch in Hängeampeln gepflanzt werden, wo die Blätter überhängen.
Pflege: Praktisch unzerstörbar. Wenig gießen, verträgt lange Trockenphasen.
Schwiegermutterzunge (kleinere Sansevierien)
Verwandte des Bogenhanfs mit kompakterem Wuchs. Sehr genügsam.
Philodendron
Verschiedene Arten verfügbar, viele kommen mit wenig Licht klar. Klettert oder hängt je nach Sorte.
Pflege: Mäßig gießen, im Sommer mehr als im Winter. Für höhere Luftfeuchtigkeit dankbar.
Rankender Drachenbaum (Dracaena reflexa)
Schmale, lange Blätter in Grün oder mit gelben Streifen. Anspruchsloser Mitbewohner.
Korallenkaktus (Aporocactus)
Sukkulent mit hängenden Trieben. Mag wenig Wasser, kommt aber mit weniger Licht aus als die meisten Sukkulenten.

Was bedeutet „wenig Licht“ eigentlich?
Wichtig zu wissen: Auch schattenliebende Pflanzen brauchen Tageslicht. Komplett dunkle Räume ohne Fenster funktionieren nicht für lebende Pflanzen.
„Wenig Licht“ heißt:
- Standort an einem Nordfenster
- 2 bis 3 Meter vom Fenster entfernt
- Räume mit kleinen Fenstern oder Lichthof
- Bereiche, die nur Streulicht erhalten, keine direkte Sonne
Bei extrem dunklen Standorten kann eine Pflanzenleuchte helfen. Diese gibt es bereits günstig im Baumarkt.
Pflege im Detail
Gießen
Pflanzen mit wenig Licht haben einen langsameren Stoffwechsel und brauchen weniger Wasser. Faustregel: Erst gießen, wenn die obere Erdschicht trocken ist. Im Winter noch sparsamer.
Düngen
Im Sommer einmal monatlich mit verdünntem Flüssigdünger. Im Winter komplett aussetzen oder stark reduzieren.
Standort
Auch wenn es Schattenpflanzen sind: Direkte Sonne durchs Fenster vermeiden, vor allem im Sommer. Drehen alle 2 Wochen, damit die Pflanze gleichmäßig wächst.
Umtopfen
Alle 2 bis 3 Jahre umtopfen, im Frühjahr. Topf nur etwas größer wählen, sonst staut sich Feuchtigkeit.
Schädlinge
In trockener Heizungsluft können Spinnmilben und Wollläuse auftreten. Regelmäßig die Blattunterseiten kontrollieren und bei Bedarf abwischen.
Was tun, wenn die Pflanze leidet?
Lange, dünne Triebe mit kleinen Blättern
Die Pflanze „geilt“ – sie sucht nach Licht. Heller stellen oder eine Pflanzenleuchte ergänzen.
Gelbe Blätter
Meist Wassermangel oder Überwässerung. Erde prüfen: trocken = Wasser, sehr nass = weniger gießen, möglicherweise Wurzelfäule.
Braune Blattspitzen
Trockene Heizungsluft. Pflanze besprühen oder eine Schale Wasser daneben stellen für mehr Luftfeuchtigkeit.
Blätter fallen ab
Bei starker Lichtveränderung normal. Kann auch auf Stress durch zu kalten oder zu warmen Standort hindeuten.
Häufige Fehler bei Hängepflanzen
- Zu dunkler Standort. Selbst Schattenpflanzen brauchen etwas Licht
- Zu viel Wasser. Hauptursache für eingehende Pflanzen
- Falsche Topfgröße. Zu großer Topf hält zu viel Feuchtigkeit
- Heizungsluft ignoriert. Trockene Luft ist Stress für viele Pflanzen
- Nicht gedreht. Pflanze wächst einseitig
Fazit
Hängepflanzen für wenig Licht gibt es genug. Efeutute, Efeu, Grünlilie und Bogenhanf sind die robustesten Klassiker. Wichtig: Auch schattenverträgliche Pflanzen brauchen etwas Tageslicht, komplett dunkle Räume sind ungeeignet. Mit angepasster Pflege bleiben diese Pflanzen jahrelang attraktiv und bringen Grün in Räume, in denen sonst kaum etwas wächst.
Häufige Fragen
Welche Hängepflanze braucht am wenigsten Licht?
Efeutute und Bogenhanf sind die genügsamsten. Beide kommen mit sehr wenig Licht klar, brauchen aber zumindest etwas Streulicht.
Wie oft muss ich Hängepflanzen gießen?
Im Sommer alle 1 bis 2 Wochen, im Winter nur alle 2 bis 4 Wochen. Faustregel: Erst gießen, wenn die obere Erdschicht trocken ist.
Kann ich Hängepflanzen im Bad halten?
Ja, wenn etwas Tageslicht durchs Fenster kommt. Die hohe Luftfeuchte mögen die meisten Pflanzen.
Was tun bei Spinnmilben?
Mit warmem Wasser abduschen, befallene Blätter entfernen. Bei stärkerem Befall mit Rapsöl-Spray oder Brennnessel-Sud behandeln.
Wie vermehre ich Hängepflanzen?
Bei Efeutute und Efeu sehr einfach durch Stecklinge im Wasser. Nach 2 bis 4 Wochen bilden sich Wurzeln, dann in Erde umpflanzen.
